Das Thema Tod wird heutzutage mehr und mehr verdrängt. Eine direkte Auseinandersetzung mit dem Lebensende erscheint vielen als unnötig und lästig. Umso ratloser sind dann die meisten Angehörigen, wenn es dann tatsächlich eintritt: ein Familienmitglied oder guter Freund stirbt – meist nicht nur eine emotionale Belastung, sondern auch ein finanzieller Einschnitt.Dass sich viele Menschen selbst die einfachsten Beisetzungen nicht mehr leisten können, bemerken auch die Bestattungsinstitute. So vergrößert sich zusehends die Anzahl der Pauschal-Angebote. Moralisch und Rechtlich gesehen ist gegen solche Billigbestatter nichts einzuwenden, jedoch verstecken sich hinter den vermeintlichen „Schnäppchen“ kostenintensive Auflagen und ein Minimum an Leistung. Eine sorgenfreie Bestattung beinhaltet sowohl den Transport und die Überführung des Verstorbenen, als auch Beratung und Hilfe bei Formalitäten, Behördengängen und Terminabstimmungen.
Dass solch ein umfangreiches Programm in einem unglaublich günstigen Angebot nicht enthalten sein kann, wird bei einem Preisvergleich allzu deutlich. Ganz nach dem Motto „Geringe Preise, geringe Qualität“ werden Dienstleistungen verkauft, die bis auf Lockvogelangebote nichts als leere Versprechungen beinhalten. Wenn man bei solchen Anbietern eine übliche Bestattung mit halbwegs gutem Service bucht, bezahlt man meistens sogar weit mehr als bei seriösen Komplettangeboten preiswerter Bestattungsinstitute. Man sollte sich deshalb vorher genau über die Angebote in der jeweiligen Region informieren, Preise vergleichen und seine eigenen Ansprüche bedenken, anstatt sich vorschnell auf Discountbestatter einzulassen.
Denn diese können in Zeiten der Weltwirtschaftskrise und Arbeitslosigkeit letztendlich auch nur von Massenabfertigung der Toten leben, die von unterbezahltem Personal reihenweise auf ihren letzten Weg vorbereitet werden. Ein gut organisiertes Bestattungsinstitut kann aufgrund langjähriger Erfahrungen den Verstorbenen die letzte Ehre erweisen und vor allem auch die Angehörigen bei der Trauerbewältigung unterstützen. Denn jede noch so gute Bestattung macht einen verlorenen Freund nicht wieder lebendig. Aber wie Bertolt Brecht zu Lebzeiten schon bemerkte, ist ein Mensch erst wirklich tot, wenn niemand mehr an ihn denkt.